n a   t r ž n i c i   ||   s t a t i s t i k a   ||   p r i č e   ||   a u d i o   ||   r e c e p t i   ||  l i n k o v i
 
vijesti | impressum
Deklaration der Milchfrauen si | | en | | fr | | de| | hu| | sk

Sie verkaufen Quark und Sahne, die sie selbst herstellen. Die Touristen photographieren sie. Sie sind ein Kennzeichen unserer Stadt. Trotz allem aber, trotz der Jahrhundertanwesenheit in der Stadt, trotz der harten Mühe, blicken wir mit wenig Hoffnung in die Zukunft, weil sie die Integration Kroatiens in die Europäische Union nicht überleben werden. Europa will Kühlschränke auf den Märkten bringen und damit verbundene Preiserhöhung der Verkaufsstelle überlebt die Mehrheit der Milchfrauen nicht. Europa erhebt auch die Forderung nach der Kontrolle der frischen Milch , und dieser ist es, mit Ausnahme von grossen Farmen, viel zu teuer und fast unmöglich zu entsprechen. Die Fortschritt geht in der Richtung der grossen Farmen, so könnte es sein, dass in hundert Jahren niemand eine Kuh berühren oder mit ihr plaudern wird. Diejenigen, die mit den Kühen sprechen, werden allmählich verschwinden . Und mit ihnen auch diejenigen, die sich auf den Märkten verhalten.
Kann man aber die Fortschritt so ausführen, dass die Kleinigkiten, die manchen von uns von grosser Bedeutung sind, aufhalten? Wie zum Beispiel, Quark und Sahne von Hand zu Hand. Und Kurzgespräch. Wie geht es Ihren Kindern? Ist Ihr Mann genesen? Die Rente habe ich noch nicht erhalten... und so jahrelang einmal oder zweimal pro Woche. Die Mehrheit der alten Milchfrauen hat ein paar Kunden, es sind meistens die Familien, die bei ihnen schon vierzig, sogar fünfzig Jahre lang kaufen. Auf diese Art und Weise Käse und Sahne zu kaufen, stellt eine besondere Umgangskultur dar. Die Beziehungen zwischen den Milchfrauen und Stadtbewohnern sind tief und gehen auf die Nachkommen über. Darüber hinaus, obwohl Quark auch auf den Speisenkarten der Nachbarländer zu finden ist, ist Quark mit Sahne eine bodenständige gebräuchliche Speise, wie auch ein autochthoner Produkt der nördlichen Gebiete Kroatiens. Die Milchfrauen sind sehr wichtig, ohne sie wird Zagreb nicht, was es ist. Falls Zagreb ihre Michfrauen verliert, wäre es so, als ob man in Wien Cafes auflöse.
Zagreber Milchfrauen, dessen Zahl in den letzten zwanzig Jahren stark abgenommen ist, haben fast 30% Kühe weniger als gegen Ende achziger Jahren und verkaufen im Durschnitt 50% Quark und Sahne weniger als im Jahr 1990. Falls die Kühlschränke pflichtig und die Verkaufsstellen teurer würden, werden nur 14% der Milchfrauen ihre Arbeit fortführen. 35% Zagreber Milchfrauen sind mehr als 60 Jahre alt und nur 8,6% haben die Nachfolgerin. Es scheint, dass auf der einen Seite solcher Handel mit Quark und Sahne seine ökonomische Berechtigung verliert, auf der anderen Seite aber sein Zivilisationswert grösser wird. Unsere Milchfrauen werden immer wichtiger. Seit langem gibt es in den entwickelten Ländern keine Milchfrauen. In Zagreb aber bringt noch immer eine grosse Anzahl von Frauen hausgemachte Milchprodukte.
Restrukturieren der kroatischen Wirtschaftsverhältnisse anfangs neunziger Jahre ab und das gleichlaufende In-Übereinstimmung-bringen mit den europäischen Standarden wird allmählich die Milachfrauen auch aus unserer Landkarte abwischen. Im Moment, in dem die Welt das Zeitalter der GMO-Nährung betrit, sind wir der Meinung, dass die Milchfrauen keinesfalls den Weltfortschritt bedrohen und dass man die Existenz und die Entwicklung Zagreber Milchfrauen und ihrer Produkte - Quark und Sahne - sichern soll. Wir fordern und schalgen vor: Beschützung und Standardisierung des Quarks und der Sahne Zagreber Milachfrauen als eines bodenständigen Produktes und Gebrauches in diesem Gebiet und dieser Gesellschaft, ein partielles Ausnehmen von der Grundrichtung des In-Übereinstimmung-bringens mit den europäischen Normen, so dass in der Zukunft eine legale Herstellung und ein legales Verkaufen von Quark und Sahne nach der traditionellen Rezeptur und auf gebräuchliche Art und Weise versichert wird. Wir schlagen vor, dass die Stadt Zagreb Kühlschränke besorgt, wie auch die Verbessurung der Verhältnisse auf den Stadtmärkten ermöglicht. Wir schlagen vor, dass der traditionelle Beruf - die Milchfrau - als Kulturerbe von besonderer Bedutung für Stadt Zagreb geschützt wird. Auf diese Art und Weise könnten die Milchfrauen auch in der Zukunft auf unseren Märkten bleiben, der kulturellen Identität der Stadt Zagreb bedeutsam beitragend.
Falls auch Sie der Meinung sind, dass man sich der sicheren Zukunft sowie der Milchfrauen als auch des Quarks und der Sahne dieser Art und Qualität annehmen soll und kann, schreiben Sie, bitte, Ihren wertvollen Namen in unser Buch der Bitten für das 22. Jahrhundert ein und wir werden diese Bitten den Zuständigen senden. Milchfrauen nach Europa! Vive le fromage au lait cru!

_Ich möchte die Deklaration unterschreiben

Name, Vorname:
Wohnort:
List of people who signed the declaration