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1. Im Jahr 2002 konnte man auf dem Markt Dolac folgende Gerüchte hören: diejenigen, die Quark auf dem Markt verkaufen wollten, müssten eigene Kühlschränke kaufen und aufstellen. Danach hörte man, dass die Miete eines Vitrine-Kühlschranks etwa
1000 kuna pro Monat wäre. Auf Dolac, der ein elitärer Markt ist, beträgt das ganze monatliche Einnehmen bei mehr als 50% aller Milchfrauen nicht mehr als 3000 kuna. Meiste Milchfrauen zahlen eine Monatsreservation in der Höhe von 125 kuna und dazu zahlen
alle 10 kuna (auf Dolac) - 13 kuna auf anderen Märkten - jedes Mal, wenn sie zum Markt kommen. Darüber hinaus zahlen sie auch die Miete für die Waage (13 kuna) und den Sonneschirm (auch 13 kuna), wie auch die Transportkosten, die von 0 bis 100 kuna für einen Besuch
reichen. In die Milchabteilung im geschlossenen Marktteil kommen einige Milchfrauen drei- oder mehrmals pro Woche und diese speichern ihre Waren in Tiefkühltruhen. Hinsichlich der Menge zahlen sie 300 bis 600 kuna pro Monat. Es gibt 10 solche Fällen auf Dolac und auf
anderen Märkten gibt es keinen, weil es auch keine Möglichkeit besteht, Waren zu speichern. Die Mehrheit der Milchfrauen hat relativ wenigen Umlauf, solche zahlen keine Monatsreservation, sondern nur einmalige Miete. So geht es auf Dolac und auf anderen Märkten auch.
Die Mehrheit der Milchfrauen könnte die wesentliche Preiserhöhung, die eine reale Folge der Einführung der Kühlschränke auf die Märkte ist, nicht überleben.
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http://www.trznice-zg.hr/ODolcu.htm
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2. Das Verabschieden und die Anwendung der Geschäftsordnung der Qualität der frischen unbearbeiteten Milch, wie auch der Aufbau eines modernen unabhängigen Staatslabors sind nur einige Bedingungen für Integration in den Wirtschaftsaustausch mit der Europäischen Union.
Die Geschäftsordnung der Qualität der frischen unbearbeiteten Milch wendet man vom 1. Januar 2002 an. Das neue unabhängige Staatslabor in Križevci fing im Sommer 2002 mit der Arbeit an. Die Probeüberprüfung der Milch im Jahr 2002 reizte einen Skandal auf, weil es sich
herausstellte, dass die Qualität der kroatischen Milch den Ansprüchen nicht befriedigt , demzufolge wurde die Ausfuhr der Milch und Milchprodukte der grossen kroatischen Hersteller in die Europäische Union gesperrt.
Was Zagreber Milchfrauen und ihres Quarks betrifft - "Da Quark auf den Landgütern aus unpasteurisierter, spontan eingesäuerter Milch hergestellt wird, ist die bakteriologische Richtigkeit des so gemachten Quarks meistens nicht befriedigend (die Anwesenheit der kolimorphen
Mikroorganismen, Streptokoken aus der Gruppe der Enterobakterien, der Hefe und des Schimmels )". Zitat aus der Artikel "Kroatische autochthone Quark", von Prof. Dr. Sc. Jasmina Lukac Havranek, im Buch "Quark, Tradition und Bräuche", herausgegeben von Pucko otvoreno ucilište Zagreb, 2003
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3. Zagreber Milchfrauen gehören meistens zu denen 95% Milchhersteller in Kroatien, die bis zu drei Kühe (61,91% Hersteller) oder von vier bis zu neun Kühe (33,37% Hersteller) haben. Im Durchschnitt haben Zagreber Milchfrauen etwa vier Kühe, diese Zahl aber nimmt progressiv von Mitte neunziger Jahre ab.
Die Restrukturierung des Milchwirtschaftsfonds, die die europäische Entwicklungspolitik befolgt und die auf die Anhebung der durchschnittlichen Anzahl der Kühe pro Milchhersteller in den Transitionsländer zielt, hat schon wesentliche soziale und Klassenveränderungen gebracht und in der Zukunft wird sie
immer mehrere Veränderungen auch in Kroatien bringen. Im statistischen Jahrbuch 2001 steht, am 31. März 1931 hatten die Rechtspersonen und Familiengüter in Kroatien sogar 55 tausend Rindvieh und im Jahr 2000 hatten wir 427 tausend Rindvieh. Im Jahr 1992. hatten die Familiengüter 473 tausend Rindvieh und
im Jahr 2001 381 tausend, was eine Anhebung in bezug auf Jahr 2000 zeigt (377 tausend) und Folge der Anregungs- und Unterstützungspolitik ist, die die kroatische Verhältnisse den europäischen Standarden nähern will.
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4. Die Ursachen des Verkaufverminderung von Quark und Sahne sind kompliziert: Verarmung der Stadtbewohner, Veränderung der Arbeitszeit und des Tagesrhytmus der jüngeren Generationen, die keinesfalls der Entwicklung von offenen Märkten begünstigt, Veränderung der Kauf- und Essgewohnheiten, die vom Phänomen der
grossen Shopping-Zentren angeregt ist, Entwicklung der Milchwirtschaftsindustrie und bargeldlose Zahlung.
Umziehen auf die neue Stelle hatte die Verkaufverminderung auf dem Markt Kvatric zufolge. Obwohl ein neuer Markt gebaut wurde, haben die Milchfrauen dort keinen Platz unter dem Dach, im geschlossenen Marktteil, bekommen. Auf dem Markt Trešnjevka wurden im letzten anderthalb Jahr die Milchfrauen dreimal umgezogen
und heute befinden sie sich im unteren Teil des Markts, wo sie - weit weg von der Strassenbahnhaltestelle und des frequentesten Marktsteils - einen Grosssteil von Kunden verloren haben. Auf dem Markt Utrine sind die Milchfrauen im Marktteil unter dem Gitterdach unterbracht, auf dem sich die
Tauben aufhalten. Solche unhygienische Bedingungen begünstigen keinesfalls der Verlockung der neuen jüngeren Kunden.
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5. Mehr als fünf hundert Frauen kommen meistens ein- bis zweimal pro Woche auf Zagreber Märkte und so erhalte sie die Haushalten, die insgesamt etwa 2000 Personen zählen. Also, neben den kulturellen gibt es auch soziale Gründe für Beschäftigung mit Zagreber Milchfrauen, die eine organisierte mit einer kleineren Fabrik
vergleichbare Hausindustrie darstellen. In September und Oktober 2003 haben wir mit 448 Milchfrauen auf 6 Zagreber Märkten gesprochen und durch 41 Fragen Angaben über ihrer persönlichen, sozialen und Familienlage gesammelt. Wir haben eine Datenbasis vorbereitet, die wir den verantwortlichen und daran interessierten Einrichtungen
und einzelnen Personen zur Verfügung stellen.
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6. Am 31. August 2002 haben wir auf dem Markt Dolac, im Rahmen von Urban Festival, durch symbolisches Spenden von Quark und Sahne eine Initiative für Schutz Zagreber Milchfrauen als traditionellen Beruf und bedeutende Kulturerbe angefangen. Wir haben etwa 500 Flugblätter mit Deklaration der Milchfrauen, 160 Quark und doppelt Menge
Sahne verteilt und etwa 300 Unterstützungsunterschriften im Buch der Bitten fürs 22. Jahrhundert gesammelt. Bis September 2003 hat sich ins Buch insgesamt 650 Stadtbewohner in Zagreb, Dubrovnik, Berlin und Ljubljana eingeschrieben, unter anderen auch Dunja Vejzovic, Francesca von Habsburg, Sir Roger Moore (James Bond)… /Photos der Aktion/
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